Mich auf einen Stil festzulegen, ist nicht mein Stil - nicht künstlich in eine Form gepresst. Es ist


(m)eine Form der Kunst

Die Visualisierung von künstlerischen Ideen habe ich bei Paul-Gerhard Bertrams, einem Meisterschüler von Otto Pankok, gelernt.  Wesentliches Element der Ausbildung war daher die Abkehr vom Detail, gleichbedeutend mit der Hinwendung zur Abstraktion und Nicht-Wirklichkeit.

Ausschlag gebend für die spätere Vorliebe zur Abstraktion war für war mich folgendes Erlebnis:
eine sehr detailiert und wirklichkeitsgetreu gemalte Arbeit (die Aufgabe war, ein Fort in der Wüste zu malen) zerriss Bertrams  und lehnte sie mit den Worten ab: "von dir habe ich etwas anderes erwartet". 
Die Schulnote für diese Arbeit verschweige ich lieber - ausreichend war sie nicht und genügte nicht seinen Anfordrungen.


Verärgert über diese Ablehnung gab ich ihm fünf Minuten später ein Blatt ab, das in Gänze mit einem Gelbton eingefärbt war und 5 schwarze Striche zeigte (etwa so wie nebenstehendes Bild). Es war eine Provokation, ich wollte ihn ärgern und damit sagen, dass so eine "6" aussehen würde. 
Aber er schaute es sich lange an und sagte: "genau das habe ich von dir erwartet, sehr gut". 

Die Bedeutung und Tragweite dieser Aussage habe ich erst später begriffen.


Malerei ist für mich emotionaler Ausdruck, immer wieder neues experimentieren, das besonders in den abstrakten und lebendigen Bildern sichtbar wird.
Mit PAINT-ART kann ich der mir eigenen Kreativität eine neue Gestaltungsform geben, die auf die klassischen Werkzeuge und Materialien verzichtet.
2003 habe ich diese Werkzeuge bewusst durch virtuelle Leinwände, Pinsel, Stifte und Farben ersetzt. Die Software bedient sich experimenteller Arbeitstechniken, die die virtuellen Mittel immer wieder neu in Beziehung setzen. 

Die Frage, was für mich Kunst ist und bedeutet, habe ich anlässlich einer Vernisage 2010 so ausgedrückt: "Die Integration des Bildes und des betrachtenden Individuums in einer einzigartigen Interpretationsebene, ist der harmonische Einklang zwischen Kunst und Leben - ist die Bereicherung durch die Kunst, die individuell erfahrbar ist und erfahren werden muss."






Abend am Fluss

Bild in Brauntönen

Begegnung

Das Bild „Abend am Fluss“, in Blautönen gehalten, wirkt wie eine Oase der Ruhe inmitten der Hektik des 21. Jahrhunderts. Dabei ist die Landschaft nur durch wenige Elemente angedeutet und bei ge-nauer Betrachtung eine Aneinanderkettung grober Pixel mit in schwarz und weiß gezeichneten Kanten.

Ein großformatiges Bild in Brauntönen mit weichen horizontal geschwungenen Formen und Anklängen von Wellen zieht den Blick  des Betrachters in ein außerhalb der Mitte
angebrachtes Zentrum hinein. 

Die „Begegnung“, eine Komposition aus farbigen Flächen und graphischen Elementen aus gebogenen monochromen Linien unter einem Raster aus geordneten rechteckigen Formen. Es strahlt zunächst durch Farbvielfalt Leichtigkeit und Unbeschwertheit aus. Bei Konzentration auf die Figuren stellen sich dann Fragen über die Beziehung der Figuren zueinander: schützend oder drohend, liebend oder verachtend.
Es gibt keinen bildhaft konkreten Hinweis, wie die Beziehung zu interpretieren ist. Jeder Betrachter wird sie durch seine persönlichen Erfahrungen unterschiedlich deuten.